Das Konservatorium

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Ex sede di Trento

Conservatorio Riva del Garda

Sede di Riva del Garda

Das Konservatorium ist eine öffentliche und staatliche Schule zur musikalischen Hochausbildung. Seine Hauptaufgabe besteht in der Ausbildung von Komponisten, Sängern und Instrumentalisten sowie Musiklehrern. Ferner ist das Institut in der Forschung (Tagungen, Veröffentlichungen, usw.) und in der künstlerischen Produktion (Konzerte, musikalische Events, usw.) tätig. Es zählt zum „System der Künstlerischen und Musikalischen Hochschulausbildung”, d. h. zu einem der Bereiche, in denen sich das System der höheren Studienordnung gliedert, das nach dem zweiten Studienzyklus (Sekundarstufe II) beginnt. Die höhere Studienordnung (auch „dritter Studienzyklus“ genannt) hat zwei wesentliche Akteure: Die Hochschulbildung (Universitäten, Technische Hochschulen und Universitätsinstituten) und die künstlerische und musikalische Hochschulausbildung (mit Konservatorien und Akademien).

Die Künstlerische und Musikalische Hochschulbildung ist ein äußerst pulsierender Bereich, auch dank einer erfolgten Gesetzesreform (Gesetz Nr. 508 vom 21. Dezember 1999), die eine institutionelle Neuregelung und neue Unterrichtsformen begünstigt. Musikkonservatorien, Akademien der schönen Künste, die italienische Akademie der Schauspielkunst, die italienische Akademie der Tanzkunst und die Hochschulen für die Kunstindustrie stehen im Mittelpunkt dieses Bereichs. Sie haben die Aufgabe, Fachausbildungen auf höchstem Niveau zu fördern, und zwar in der Musik, in der darstellender Kunst, im Theater, in der Tanz und im Design. Dies betrifft (laut vom MIUR-Ministerium für Bildung, Universität und Forschung veröffentlichten Daten 2004-05) ca. 70.000 Studenten. Etwa 65% davon sind Studenten der anerkannten Musikkonservatorien und –institute.

Das System ist äußerst produktiv. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass einige „Filter“ eingebaut wurden, die eine stets tief motivierte und mehrmals überprüfte Auswahl garantieren. So sind Situationen, wo man von „abgeladenen“ Studenten sprechen kann, äußerst selten. Denn auch in dieser neuen, auf andere, dem Universitätsvorbild entsprechenden Unterrichtsformen ausgerichtete Phase, blieb man den alten Grundprinzipien treu. Die allgemeine Situation bestätigt eine 30%ige Zunahme der Kursteilnehmer. In Italien gibt es über 2.000 neue Kurse, untergliedert nach dem europäischen Hochschulvorbild, mit der Zielsetzung, den neuen Kreativitäten und Berufen sowie der Welt der Berufstätigen  eine gezielte Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Didaktik greift immer mehr auf das Multilehrer-Prinzip zurück und untergliedert sich vor allem in einer Unterrichts-Konstellation, die an Stunden und Kreditpunkten gemessen wird. Der Ablauf der neuen Diplomkurse zieht sich über drei Jahre hin, mit einer Gesamtzahl von 180 Kreditpunkten, für akademische Diplome der ersten Stufe; über zwei weitere Jahre, mit insgesamt 120 Kreditpunkten, für akademische Diplome der zweiten Stufe. Dies ist das allseits bekannte 3+2-Modell der Universität. Des Weiteren sind Masters, Fortbildungskurse und Bildungskurse zur Forschung geplant.

An den der Bildung zugeschriebenen Kreditpunkte wird der Einsatz gemessen, der für bestimmte Bildungszwecke erforderlich ist: Die mehr Einsatz abverlangenden Kurse – und  die diesbezüglichen Examen – entsprechen höheren Bildungs-Kreditpunkten. Zuzüglich zu den Bildungs-Kreditpunkten gibt es Noten, die für die Examen in 30stel und für die Endbewertung in 110tel ausgedrückt werden. Dies zum Erwerb eines akademischen Diploms der ersten und zweiten Stufe.

Das Musikkonservatorium „F.A. Bonporti” von Trento hat akademische Kurse der ersten und zweiten Stufe und Master.